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Brasilien |
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| Campo Grande | Lagoa Rica | Pirajui / Taquaperi |
| Alves de Baros | Pimenta Bueno | Porto Velho |
| Paumari | Apurina | |
Campo Grande ist mit ca. 700.000 Einwohner die Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso do Sul. Hier ist die Zentrale und die Verwaltung der DIPM in Brasilien. Unter dem Namen Missao Evangélica Unida (MEU) ist die Mission eine eingetragene einheimische Mission, die dem evangelikalen brasilianischen Missionsbund AMTB angeschlossen ist.
Von Campo Grande aus werden Missionsstationen von der Grenze Paraguays bis in den Süden von Amazonien betreut und verwaltet. Ca. 25 deutsche Missionare sind im Missionseinsatz unter folgenden Indianerstämmen: Guarani, Kaiowá, Kadiweu, Surui, Cinta Larga, Paumari und Apurina. Jährlich wechselnde Kurzzeitmitarbeiter stehen den Missionaren unterstützend zur Seite. Auch einige brasilianische und indianische Christen gehören zur Mitarbeiterschaft der MEU.
In Mato Grosso do Sul sind die Indianer in unmittelbarem Kontakt zur Zivilisation. Die auch von staatlicher Seite aus verbesserte Versorgung und Betreuung führte zu einem starken Wachstum der indianischen Bevölkerung. Vor 15 Jahren sprach man von 240.000 in Brasilien lebenden Indianern, heute kann man Zahlen von 300.000 und mehr lesen.
Die große Herausforderung ist, einen Weg zu finden, wie die Indianer sich selbst versorgen können (besonders in kleinen Reservaten), ohne ständig als Almosenempfänger von der Regierung und von Hilfswerken zu leben. In der Missionsarbeit erleben wir, wie biblische Strukturen auch in der indianischen Kultur mehr Verantwortungsbewusstsein schaffen. Es ist befreiend zu sehen, wie von Angst geprägte Gesichter sich plötzlich entspannen und der innere Frieden in fröhlich gesungenen Liedern zum Ausdruck kommt.
Es ist wahr: Wen der Sohn Gottes frei macht, der ist recht frei! Johannes 8, 36
Mitarbeiterstand 2009: Roland und Annerose Rebmann, Jürgen und Anita Koesler
Die Missionsstation Lagoa Rica wurde 1968 im Bundesstaat Mato Grosso do Sul ca. 50 km nördlich von Dourados gegründet.
Ca. 1 ½ km entfernt leben Caiua-Indianer in einem 370 ha großen Indianerreservat. Die Grenze der Indianersiedlung, in der heute über 650 Indianer leben, bildet ein kleines Flüsschen mit dem Namen Panambi, was übersetzt "Schmetterling" heißt.
Die Caiua-Indianer gehören zur Familie der Tupi-Guarani-Indianer, die mit ca. 30.000 Personen die größte Gruppe der ca. 320.000 Indianer Brasiliens stellen.
Früher waren Mais und Mandioka (kartoffelähnliche Wurzel) ihr Hauptnahrungsmittel. Heute werden auch Reis, Bananen, Erdnüsse und Süßkartoffeln angebaut oder in einer der nahen Ortschaften eingekauft. Viele Männer arbeiten als Saisonarbeiter auf den umliegenden Farmen. Frauen und Kinder versorgen zuhause das eventuell vorhandene Kleinvieh (Hühner, Schweine) und angeln häufig in den kleinen Wasserläufen.
Lange Zeit waren die Missionare die rettende Hilfe im Krankheitsfall. In den letzten Jahren wurde jedoch die staatliche Hilfe durch den Indianerschutzdienst immer besser ausgebaut. Seit 1999 gibt es eine eigene staatliche Gesundheitsbehörde für Indianer, die nun ganz die Krankenbehandlung in der Siedlung abdeckt. Von staatlicher Seite wurde auch ein Wasserversorgungssystem mit Tiefbrunnen installiert, so dass viele nicht mehr am Bach baden oder die Wäsche waschen, sondern direkt an ihren Häusern.
Auch im Schulwesen leistete die Mission Pionierarbeit, als bereits Anfang der siebziger Jahre Lese- und Schreibunterricht erteilt wurde. Heute besteht neben der Schule auf der Missionsstation auch eine staatliche Schule in der Siedlung. Durch den Einsatz eines Schulbusses haben die Schüler die Möglichkeit, höhere Schulen in der Nähe zu besuchen.
Die Tendenz zur höheren Schulbildung ist steigend, da immer mehr ausgebildete Indianer gesucht werden, die als Lehrer und Krankenpfleger vom Staat angestellt werden.
All diese Entwicklungen verändern den Lebensstil der Indianer rapide. So ersetzen heute bereits einige mit Eternit gedeckte Ziegelsteinhäuser die traditionellen grasgedeckten Holzhütten. In all dem Umbruch sind viele Indianer verunsichert. Manche flüchten in Alkohol, andere lassen sich von verschiedenen Gruppen für politische und religiöse Ziele begeistern. Wir sind froh, dass das Neue Testament in ihrer Sprache vorliegt und sie anhand des Wortes Gottes selbst entdecken können: Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Mitarbeiterstand 2009: Werner und Angelika Völkel
Die Missionsstationen Pirajui und Taquaperi (7km westlich davon) wurden 1967 gegründet. In der Siedlung Pirajui wohnen ungefähr 1400 Indianer (hauptsächlich Guarani) in 260 Familien. 1972 konnte die erste Taufe und Gemeindegründung stattfinden und seit 1984 leisten Guarani-Indianer von Pirajui auch selbst Missionsarbeit.
Als Aufgaben der DIPM sehen wir unter anderem:
Mitarbeiterstand 2009: Bernd und Anita Maier, Ursula Bender, Ruth Manß, Friedegart Behmenburg, Hella Becker.
Die Kadiweu-Indianer waren in früheren Zeiten ein großer und sehr gefürchteter kriegerischer Reiter-Stamm. Drei Dinge bestimmten ihr Leben: Jagd, Krieg, Gewalt. Heute leben die Kadiweu in einem 536 000 ha großen Reservat in Süd-West-Brasilien, angrenzend an den Paraguay-Fluss. Das Reservat wurde ihnen von der brasilianischen Regierung geschenkt, weil sie 1834 durch ihre Mithilfe im brasilianisch-paraguayischen Krieg entscheidend zum Sieg auf brasilianischer Seite beigetragen haben.
Die Kadiweu sind ein stolzes Volk. Durch Blutrache, Krankheit und Verfolgung wurde es stark reduziert. Als die DIPM im Jahr 1968 auf Einladung eines einflussreichen Kadiweu-Indianers mit der Missionsarbeit begann, lebten noch 350 Personen. Durch den positiven Einfluss des Evangeliums und durch die medizinische Betreuung ist dieser Stamm wieder auf 1500 gewachsen.
Sprachlich gesehen sind die Kadiweu eine Besonderheit: Sie haben eine Männer- und eine Frauensprache, die sich laut Sprachforschern zu 60 % voneinander unterscheiden!
Um den Kadiweu ganzheitlich zu helfen, stand in der Anfangszeit der Missionsarbeit ein 4-Punkte-Programm im Vordergrund: Alphabetisierung, Anleitung in Landwirtschaft, medizinische Betreuung, Evangelisation. Später reduzierte sich die Arbeit auf die medizinische Betreuung und Evangelisation/Gemeindebau.
Inzwischen wird vom brasilianischen Staat viel unternommen, um den Indianern medizinisch zu helfen. Diese positive Entwicklung ermöglicht es uns, in Zukunft den Schwerpunkt auf die Schulung der Kadiweu-Christen und weitere Evangelisation zu legen.
Am 24. Juni 2000 wurde bei den Kadiweu ein wichtiges Ereignis gefeiert: die Übergabe des Neuen Testaments in der Kadiweu-(Männer-)Sprache. 32 Jahre haben Dr. Glyn und Cynthia Griffiths, Sprachforscher der Wycliff-Bibelübersetzer, unter vielen Entbehrungen und Schwierigkeiten an der Übersetzung gearbeitet.
Gottes Wort kann Menschen und Situationen positiv verändern. Die gläubigen Kadiweu auf ihrem Weg mit Gott zu begleiten, sie zu lieben, zu ermutigen und motivieren, das sehen wir als Aufgabe vor uns.
Mitarbeiterstand 2009: Fatima da Costa Oliveira, Maria Langstädtler, Brigitte Schweizer
„Es ist gut, wenn mein Stamm das Wort Gottes in einfacher Weise bekommt“, sagte uns der Häuptling eines großen Indianerstammes. Er selbst hat Jesus als Herrn und Retter kennengelernt. Nun möchte er, dass auch sein Volk gerettet wird, denn es lebt - entsprechend der Stammesreligion - in einer beständigen Angst vor bösen Geistern.
Als wir diesen und andere Indianerstämme besuchten, wurden wir von mehreren Häuptlingen eingeladen, wiederzukommen und vom lebendigen Gott zu erzählen.
Von der Missionsstation aus arbeiten wir bisher in zwei Stämmen. Gott hat es geschenkt, dass schon einige Indianer die Befreiung von okkulten Mächten und ihrer Sünde erlebten. Dringend brauchen wir weitere Missionare, die sich von Gott rufen lassen und den Schrei der Indianer ernst nehmen: „Komm herüber und hilf uns!“ Apostelgeschichte 16,9b
Mitarbeiterstand 2009: Martin und Anna Höfer, Martin und Christa Bleck, Christian und Jutta Burkard
Die Station wurde 1995 am Stadtrandgebiet von Porto Velho gegründet, in direkter Nachbarschaft zu zwei weiteren Missionswerken: den Wycliff-Bibelübersetzern und Jugend-mit-einer-Mission.
Durch den Einsatz von vielen Kurzzeithelfern konnten Wohnhäuser und Werkstatt, die dazugehörende Infrastruktur und die nötigsten Gebäude des Schulungsgeländes für Indianer erstellt werden.
Die Station, geografisch günstig gelegen, dient zum Einen als Ausgangspunkt für die Arbeit unter Indianern im Bundesstaat Rondônia und Amazonas und zum Anderen als Schulungszentrum für Indianer aus verschiedenen Stämmen. Es bestehen Kontakte zu verschiedenen Indianerstämmen im Umkeis von ca. 300 km um Porto Velho.
Mitarbeiterstand 2009: Markus und Susanne Hiller, Bernhard und Christine Möck, Hartmut und Dagmar Widmann, Margarete Pätkau, Ester V. Hery
Wie ein Broccoli-Feld gleitet der Urwald beim Blick nach unten dahin. Die einmotorige Cesna bringt Familie Möck zu den Paumari-Indianern. Etwa eine Stunde braucht die Maschine, um die 200 km von Porto Velho ins Indianerdorf Crispinho zurückzulegen.
Die ca. 700 Paumari-Indianer im Gebiet des Purusflusses (Bundesstaat Amazonas), leben in erster Linie vom Fischfang und Maniokanbau. In der Mitte des letzten Jahrhunderts drangen portugiesisch sprechende Händler in die abgelegenen Wohngebiete der Paumaris vor. Sie wollten von den Indianern Fisch und Gummi kaufen. Sie zahlten weit unter dem Preis und boten Alkohol und Zigaretten an.
Als 20 Jahre später zwei Wycliff-Missionarinnen zu den Paumaris kamen, um ihre Sprache zu lernen, fanden sie ein Volk vor, das sein Selbstwertgefühl verloren hatte, an Alkohol gebunden und von Krankheiten bedroht war. Die Wycliff-Missionarinnen arbeiteten an der Paumari-Sprache, kümmerten sich um die medizinsche Versorgung des Stammes, bildeten einige Paumari zu Sanitätern aus und entwickelten zweisprachiges Schulmaterial. Durch ihren Dienst entstand 1981 eine Gemeinde. 1997 konnten sie den Paumaris das Neue Testament in ihrer Sprache übergeben.
Die bestehende Gemeinde wird seit 1995 von Familie Möck betreut. Christine und Bernhard Möck helfen z.B. den Gemeindeverantwortlichen beim Vorbereiten ihrer Predigten, geben Anleitung in der Arbeit mit Kindern, Hilfestellung im medizinischen und im schulischen Bereich oder führen zusammen mit den Paumari-Christen evangelistische Einsätze in anderen Siedlungen oder auch anderen Volksgruppen durch.
Ziel ihrer Arbeit ist der Aufbau einer in Gottes Wort fest gegründeten und missionarischen Gemeinde und die Förderung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit der Paumari.
Die Paumari Indianer werden von der Basis Arbeit von Porto Velho aus besucht.
Die Apurina Indianer werden von der Basis Arbeit von Porto Velho aus besucht.
[01.11.2010]
Bade- und Erholungsreise Fuerteventura
01.11 - 15.11.2010 Mit Pf. Herbert Weimer und Pf. Arno Busch Ab 1.050,- € / all incl.
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[05.09.2010]
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Termine folgen noch...